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Die elektronische Patientenakte (ePA) ist das zentrale Element des digital vernetzten Gesundheitswesens. In ihr sollen alle wichtigen Informationen zum Gesundheitszustand und zur Krankheitsgeschichte eines Patienten gespeichert werden. Für Psychotherapeuten mit Kassensitz ist der Zugriff auf die ePA gesetzlich verpflichtend, aber auch besonders sensibel – denn psychotherapeutische Befunde, Diagnosen und Behandlungsinformationen gehören zu den schützenswertesten Gesundheitsdaten überhaupt. Daher gelten für Psychotherapeuten besondere Informationspflichten, während Patienten verschiedene Möglichkeiten haben, der Nutzung oder Befüllung ihrer ePA zu widersprechen.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Pflichten für Psychotherapeuten gelten, welche Dokumente in die ePA gehören, wie der ePA-Widerspruch geregelt ist und welche technischen Voraussetzungen eine Praxis für die ePA-Nutzung erfüllen muss. Zusätzlich stellen wir Ihnen ein PDF-Muster zur Verfügung, mit dem Sie den Widerspruch eines Patienten gegen das Einstellen psychotherapeutischer Dokumente in dessen ePA einfach dokumentieren können.

ePA-Widerspruch
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Kostenlose PDF-Vorlage

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Mit unserem standardisierten Muster stellen Sie sicher, dass der ePA-Widerspruch Ihres Patienten eindeutig und nachvollziehbar dokumentiert wird.
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Was Psychotherapeuten zur ePA wissen müssen

Die elektronische Patientenakte (kurz: ePA) gilt als “Herzstück” der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Sie soll medizinische Befunde und Informationen aus vorherigen Behandlungen über Praxis- und Klinikgrenzen hinweg verfügbar machen und dadurch die allgemeine Behandlungsqualität verbessern – indem beispielsweise unnötige Mehrfachuntersuchungen vermieden oder mögliche Wechselwirkungen unterschiedlicher Arzneimittel angezeigt werden.

Gesetzlich Versicherte erhalten automatisch eine ePA von ihrer Krankenkasse, sofern sie der Einrichtung nicht aktiv widersprechen; ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Damit gewinnt die ePA auch in der Psychotherapie an Bedeutung. Doch welche Informationen müssen überhaupt in die ePA eingetragen werden? Muss die ePA vor jeder Behandlung gelesen werden? Wie lange dürfen Psychotherapeuten auf ePA-Informationen zugreifen – und welche Rechte haben Patienten? Die wichtigsten Fragen zur ePA in der Psychotherapie beantworten wir in den folgenden Absätzen.

Allgemeines

Die elektronische Patientenakte (ePA) ersetzt Ihre eigene Behandlungsdokumentation nicht. Ihre Behandlungsakte in der Praxissoftware bleibt weiterhin die maßgebliche Dokumentation der psychotherapeutischen Behandlung. Darin halten Sie alle medizinisch relevanten Informationen fest, die für die Behandlung und deren Nachvollziehbarkeit erforderlich sind.

Die ePA verfolgt einen anderen Zweck: Sie ist eine patientengeführte Akte, über die relevante Gesundheitsinformationen auch anderen behandelnden Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden können. Versicherte können Dokumente in ihrer ePA zudem selbst verwalten, verbergen oder löschen. Die ePA erhebt deshalb keinen Anspruch darauf, eine vollständige Behandlungsakte abzubilden.

Für Psychotherapeuten bedeutet das: Auch wenn Sie einen Befund in die ePA einstellen, muss die entsprechende Information ebenfalls weiterhin in Ihrer eigenen Behandlungsdokumentation vorhanden sein.

Nein. Es gibt keine Verpflichtung, die ePA jedes Patienten routinemäßig oder vor jeder Behandlung vollständig zu kontrollieren.

Die Grundlage der Behandlung bleibt das anamnestische Gespräch. Ergibt sich daraus jedoch ein konkreter Hinweis auf behandlungsrelevante Informationen in der ePA – beispielsweise auf einen aktuellen Befund oder eine relevante Medikation –, kann es im Rahmen der therapeutischen Sorgfalt erforderlich sein, diese Information einzusehen. Die KBV spricht ausdrücklich davon, dass keine „anlasslose Ausforschungspflicht“ besteht.

Kurz: Die ePA ergänzt die Anamnese, ersetzt sie aber nicht.

Grundsätzlich ja. Für Vertragspsychotherapeuten gelten gesetzliche Befüllungspflichten. Die Pflicht ist allerdings an klare Bedingungen geknüpft: Sie gilt nur, wenn Sie diese Daten in der aktuellen Behandlung selbst erhoben haben, sie elektronisch vorliegen und der Patient dem Einstellen nicht widersprochen hat. Welche konkreten Dokumente in die ePA eines Patienten gehören und welche nicht, beantworten wir hier.

Gerade bei psychischen Erkrankungen kommt jedoch eine zusätzliche Besonderheit hinzu: Weil das Bekanntwerden solcher Informationen Anlass für Diskriminierung oder Stigmatisierung geben kann, müssen Sie Patienten vor dem Einstellen entsprechender Daten vor Therapiebeginn ausdrücklich auf ihr Widerspruchsrecht hinweisen.

Hinweis: Erklärt der Patient einen Widerspruch, müssen Sie diesen nachvollziehbar in Ihrer Behandlungsdokumentation festhalten.

Alle Daten liegen verschlüsselt in der ePA ab. Das bedeutet, dass niemand außer dem Versicherten und den Zugriffsberechtigten diese Informationen einsehen kann.

Technisch betrachtet ist die ePA außerdem Teil der Telematikinfrastruktur (TI). Hierbei handelt es sich um ein in sich geschlossenes Netzwerk, das hohen Sicherheitsanforderungen unterliegt und dessen Server sich allesamt in Deutschland befinden. Um Daten aus der ePA auslesen zu können, muss jeder Heilberufler über spezifische TI-Hardware verfügen (z. B. Konnektor und Signaturkarten). Psychotherapeuten, die die ePA ihrer Patienten lesen oder befüllen, arbeiten also absolut im Einklang mit den europäischen Datenschutzbestimmungen. Dennoch muss klar sein, dass es nie eine hundertprozentige Datensicherheit gibt.

Wichtig: Neben dem Patienten selbst verfügen nur medizinische Einrichtungen wie Praxen, Apotheken oder Krankenhäuser über die technischen Voraussetzungen, um ePA-Inhalte lesen zu können.

Funktionsweise

Die Arbeit mit der ePA erfolgt direkt über Ihre Praxissoftware. Besteht ein Behandlungskontext und liegt kein entsprechender Widerspruch vor, können Sie über Ihre Praxissoftware auf die ePA zugreifen und Dokumente einstellen. Im Idealfall geschieht dieser Übertragungsvorgang komfortabel per Drag and Drop oder innerhalb weniger Klicks.

Übrigens: Die Daten in der ePA sind dabei nur Kopien, denn die Primärdokumentation bleibt selbstverständlich in Ihrer Praxissoftware bestehen.

Psychotherapeuten müssen bestimmte elektronisch vorliegende Informationen aus der aktuellen Behandlung in die ePA einstellen, sofern kein Widerspruch besteht. In der Psychotherapie kommen hierbei insbesondere Befund- und Behandlungsberichte infrage, die für die weitere Versorgung relevant sind. Die eigene ausführliche psychotherapeutische Verlaufsdokumentation gehört hingegen nicht in die ePA. Auch persönliche Notizen oder ausgefüllte Fragebögen müssen nicht hochgeladen werden.

Patienten können allerdings verlangen, dass Unterlagen aus der Behandlung in ihre ePA eingestellt werden. Diesem Wunsch müssen Sie nachkommen. Übrigens: Sollte ein Patient nicht wollen, dass Befundberichte aus Ihrer Behandlungsdokumentation in die ePA übernommen werden, so müssen Sie diesen Widerspruch nachvollziehbar dokumentieren – am besten im Patientenprofil innerhalb Ihrer Praxissoftware.

Tipp: Bei der Entscheidung, ob ein Dokument in die ePA eingestellt wird oder nicht, hilft folgende Frage: “Welche Informationen sind für die weitere medizinische oder psychotherapeutische Versorgung des Patienten tatsächlich relevant?”

Sobald die elektronische Gesundheitskarte eingelesen wird, besteht ein sogenannter “Behandlungskontext” und Ihre Praxis erhält standardmäßig für 90 Tage Zugriff auf die ePA – und zwar unabhängig von etwaigen Quartalsgrenzen. Wird die eGK erneut eingelesen, beginnt dieser 90-Tage-Zeitraum erneut.

Die Patienten behalten dabei jederzeit die Datenhoheit über ihre ePA. Sie können über ihre ePA-App selbst bestimmen, welche Informationen für behandelnde Einrichtungen sichtbar sind und wie lange eine Praxis auf die ePA zugreifen darf (siehe nächste Frage “Kann der Patient den Datenzugriff beschränken?”).

Für Psychotherapeuten bedeutet das: Ein bestehender Behandlungskontext berechtigt zwar grundsätzlich zum Zugriff auf die ePA, garantiert aber nicht, dass Sie sämtliche darin gespeicherten Informationen sehen können.

Patienten entscheiden immer selbst, ob und wie sie ihre ePA nutzen. Sie können beispielsweise

  • die standardmäßige Zugriffsdauer von 90 Tagen verkürzen oder verlängern,
  • einzelne Dokumente verbergen, sodass diese für medizinische Einrichtungen nicht sichtbar sind,
  • einer bestimmten Praxis oder anderen medizinischen Einrichtung den Zugriff auf die ePA vollständig verweigern beziehungsweise wieder entziehen.

Kurz: Die Versicherten behalten immer die Kontrolle darüber, wer auf ihre ePA zugreifen kann und welche Inhalte dabei sichtbar sind.

Technische Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für die Arbeit mit der ePA ist ein funktionierender Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI). Dazu gehören folgende Komponenten:

  • TI-Zugang: Mit einem TI-Anschluss können Sie eine gesicherte Verbindung zur Telematikinfrastruktur herstellen (über einen eigenen Konnektor oder ein TI-Gateway).
  • Kartenterminal: Über das Kartenterminal lesen Sie die Gesundheitskarten (eGK) Ihrer Patienten ein und stellen dadurch den nötigen Behandlungskontext her, um auf die ePA zugreifen zu dürfen.
  • Praxisausweis (SMC-B): Mit der SMC-B (steht für: Security Module Card Typ B) weisen Sie Ihre Praxis innerhalb der Telematikinfrastruktur aus. Die Karte muss stets im Kartenterminal stecken, damit Sie eine TI-Verbindung aufbauen können.
  • Heilberufsausweis (eHBA): Der eHBA ist Ihr digitaler Berufsausweis und identifiziert Sie innerhalb der Telematikinfrastruktur als zugelassener Heilberufler. Die Karte muss ebenfalls im Kartenterminal stecken, damit Sie eine TI-Verbindung aufbauen können.
  • Praxissoftware: Ihre Praxissoftware muss die Kommunikation mit der ePA über ein sogenanntes ePA-Modul unterstützen. Erst dadurch wird die wechselseitige Datenübertragung zwischen dem PVS und der ePA ermöglicht.

Tipp: Mit dem kostenneutralen IT-Komplettpaket von RED erhalten Sie alles, was Sie für die Arbeit mit der ePA brauchen, aus einer Hand: eine Praxissoftware mit integrierter ePA-Funktion (RED medical) sowie einen TI-Anschluss inklusive KIM-Dienst und Kartenterminal (RED telematik). Zudem ist in dem Paket eine Praxis-Firewall (RED protect) und eine zertifiziert sichere Videosprechstunde (RED connect plus) inbegriffen.

Für die Befüllung der ePA brauchen Patienten nur ihre Gesundheitskarte (eGK). Denn: Grundsätzlich verfügt jeder gesetzlich Versicherte über eine elektronische Patientenakte, die die Krankenkasse für ihn angelegt hat. Nur wer aktiv bei seiner Krankenkasse widerspricht (“Opt-out-Prinzip”), erhält keine eigene ePA.

Sollte ein Patient seine ePA jedoch aktiv verwalten wollen, benötigt er die ePA-App seiner Krankenkasse – beispielsweise um Zugriffsrechte zu verändern oder um Dokumente hochzuladen, zu verbergen und zu löschen.

Übrigens: Eine Auflistung der ePA-Apps aller gesetzlichen Krankenkassen finden Sie auf der Themenseite der gematik.

Psychotherapie: Erstattung & Vergütung der ePA

Für die Befüllung der ePA gibt es derzeit drei Gebührenordnungspositionen (GOP), die Sie abrechnen können:

  • GOP 01648 (Erstbefüllung, 89 Punkte): Sie ist nur berechnungsfähig, wenn noch kein anderer Arzt oder Psychotherapeut ein Dokument eingestellt hat. Sie gilt sektorenübergreifend nur einmal je Patient.
  • GOP 01647 (weitere Befüllung, 15 Punkte): Sie gilt für Behandlungsfälle mit Patientenkontakt – persönlich oder per Video.
  • GOP 01431 (weitere Befüllung ohne Patientenkontakt, 3 Punkte): Sie ist berechnungsfähig, wenn Sie Daten ohne persönlichen Kontakt oder Videosprechstunde in der ePA speichern.

Wichtig: Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat entschieden, dass die ePA-Befüllung nur noch bis Jahresende 2026 vergütet wird. Danach werden die GOP 01648, 01647 und 01431 gestrichen.

Die technischen Kosten für die ePA werden nicht separat erstattet, sondern sind Bestandteil der monatlichen TI-Pauschale. Die Höhe dieser TI-Pauschale ist abhängig von der Praxisgröße und den in der Praxissoftware verfügbaren eHealth-Funktionen.

Der nachfolgenden Übersicht können Sie entnehmen, wie hoch Ihre monatliche TI-Erstattung ausfällt:

bis 3
Ärzte / PT
4 – 6
Ärzte / PT
7 – 9
Ärzte / PT
ab 10
Ärzte / PT
Alle eHealth-Funktionen vorhanden 263,62 € 313,52 € 359,10 € 390,80 €
Eine eHealth-Funktion fehlt 131,81 € 156,76 € 179,55 € 195,40 €
Zwei oder mehr eHealth-Funktionen fehlen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €

Wichtig: Achten Sie bei der Wahl Ihrer Praxissoftware darauf, dass alle gesetzlich geforderten eHealth-Funktionen enthalten sind, da andernfalls die Erstattung gekürzt wird oder sogar ganz entfällt. Mit RED medical sind Sie hier auf der sicheren Seite.

Drei Tipps zur ePA

Ohne TI-Anbindung können Sie die ePA Ihrer Patienten nicht lesen und befüllen, keine KIM-Nachrichten von Ihren Kollegen erhalten und müssen obendrein mit Honorarkürzungen rechnen. Sie benötigen also unbedingt einen Anschluss an die Telematikinfrastruktur.

Unser Tipp: Holen Sie sich einen TI-Zugang, der sicher funktioniert, preiswert erhältlich ist und Ihnen technischen Aufwand erspart – so wie RED telematik.

Die ePA alleine gewährleistet kein lückenloses Bild eines Patienten – sie ist lediglich eine vom Patienten selektierte Auswahl an medizinischen Dokumenten ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Umso wichtiger ist es, dass Ihre Praxissoftware alle wirklich relevanten Daten über den Patienten zentral und übersichtlich bündelt und einen möglichst einfachen Datenaustausch mit der ePA gewährleistet.

Unser Tipp: Wechseln Sie zu einer Praxissoftware, die eine einfache und unkomplizierte Arbeit mit der ePA ermöglicht und Sie bestmöglich bei Ihren Therapieentscheidungen unterstützt – so wie RED medical.

Gerade bei wiederkehrenden Abläufen rund um die ePA helfen feste Vorlagen, Informationen vollständig und nachvollziehbar zu dokumentieren. Das gilt zum Beispiel auch dann, wenn ein Patient dem Einstellen psychotherapeutischer Dokumente in die ePA widerspricht.

Unser Tipp: Nutzen Sie für die Dokumentation eines ePA-Widerspruchs unsere standardisierte RED Vorlage! So stellen Sie sicher, dass der Widerspruch eindeutig festgehalten wird und Sie nichts Wesentliches vergessen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Junge Frau verwaltet ihre Psychotherapie-Patientenakte elektronisch am Laptop.

Was Psychotherapeuten zum ePA‑Widerspruch wissen müssen

Psychotherapeutische Daten gelten als besonders sensibel. Deshalb hat der Gesetzgeber eigene Hinweis- und Dokumentationspflichten für Psychotherapeuten sowie ein mehrstufiges Widerspruchsrecht für Patienten geschaffen. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Möglichkeiten Ihre Patienten haben und wozu Sie als Psychotherapeut verpflichtet sind.

Patienten können der ePA-Nutzung auf drei Arten widersprechen:

  • Widerspruch gegen die ePA insgesamt: Möchte ein Versicherter grundsätzlich keine ePA nutzen, kann er der Einrichtung der ePA gegenüber seiner Krankenkasse widersprechen. Auch eine bereits bestehende ePA kann über die Ombudsstelle der Krankenkasse oder die ePA-App wieder gelöscht werden.
  • Widerspruch gegen einzelne Funktionen: Sollen lediglich bestimmte Praxen keinen Zugriff auf die ePA erhalten oder einzelne Dokumente (Medikationslisten, Abrechnungsdaten etc.) ausgeblendet werden, kann der Patient dies über die ePA-App oder die Ombudsstelle seiner Krankenkasse steuern. Die Akte selbst bleibt in diesem Fall bestehen.
  • Widerspruch gegen das Einstellen aktueller Dokumente: Diesen Widerspruch äußert der Patient Ihnen gegenüber direkt im Behandlungskontext. Er betrifft nur die Dokumente, die Sie direkt nach der Sitzung in die ePA hochladen würden. In diesem Fall stellen Sie die betreffenden Informationen aus der aktuellen Behandlung nicht in die ePA ein. Die Akte selbst bleibt bestehen.

Hinweis: Für Sie als Psychotherapeut ist nur der dritte Punkt (“Widerspruch gegen das Einstellen aktueller Dokumente”) relevant und mit einem konkreten To Do versehen: Sie müssen den Widerspruch direkt und nachvollziehbar in Ihrer Praxissoftware dokumentieren.

Bei Informationen, die zu Diskriminierung oder Stigmatisierung führen könnten, gelten besondere gesetzliche Hinweispflichten – so auch bei psychischen Erkrankungen. Vor dem Hochladen von Dokumenten in die ePA sind Psychotherapeuten deshalb verpflichtet, den Patienten auf sein individuelles Widerspruchsrecht hinzuweisen.

Die allgemeine ePA-Aufklärung müssen Psychotherapeuten hingegen nicht übernehmen; dafür sind grundsätzlich die Krankenkassen zuständig.

Tipp: Die BPtK empfiehlt aufgrund der besonderen Sensibilität psychotherapeutischer Daten einen transparenten Umgang mit dem Thema ePA – und stellt unter diesem Link allgemeine Patienteninfos für Praxen zur Verfügung.

Nein. Patienten können der Speicherung von Behandlungsdaten in der Praxis mündlich widersprechen; auch eine Unterschrift des Patienten ist dafür nicht erforderlich.

Tipp: Da Sie als Psychotherapeut den Widerspruch in Ihrer Behandlungsdokumentation festhalten müssen, empfiehlt sich dennoch die Schriftform. Damit halten Sie eindeutig fest, worüber der Patient informiert wurde und welchem Vorgang er widerspricht.

Sie müssen den Widerspruch nachprüfbar in der Behandlungsdokumentation innerhalb Ihrer Praxissoftware vermerken. Eine gesetzlich vorgeschriebene Form gibt es dafür nicht. Nachprüfbar ist die Dokumentation aber nur, wenn sie ein Dritter auch später noch nachvollziehen kann.

Aus Sicht von RED sollte Ihre Dokumentation deshalb mindestens festhalten, wann der Patient über sein Widerspruchsrecht informiert wurde, worauf sich der Widerspruch bezieht und wann dieser erklärt wurde.

Tipp: Wir bei RED haben ein Muster für den ePA-Widerspruch erstellt. Hier können Sie das digital ausfüllbare Dokument herunterladen! Sobald es unterzeichnet ist, müssen Sie es nur noch in das Patientenprofil Ihrer Praxissoftware übertragen.

Bis zum 15. Geburtstag wird die ePA grundsätzlich durch die Sorgeberechtigten verwaltet. Sie entscheiden damit unter anderem über Widersprüche und können auf die Inhalte der ePA zugreifen. Ab Vollendung des 15. Lebensjahres können Jugendliche eigenständig über ihre ePA und die entsprechenden Widerspruchsmöglichkeiten entscheiden. Sorgeberechtigte haben dann keinen automatischen Zugriff mehr auf die Akte.

Wichtig: Wenn gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegen, müssen Sie die ePA nicht befüllen.

Ja, jederzeit. Hat ein Patient beispielsweise verhindert, dass Ihre Praxis auf seine ePA zugreifen kann oder dass Sie relevante Dokumente hochladen, kann er diese Einschränkung später wieder aufheben.

Nimmt ein Patient seinen Widerspruch zurück, dokumentieren Sie dies mit Datum und Umfang. Danach gilt wieder die normale Befüllungspflicht für die aktuelle Behandlung. Dokumente aus früheren Behandlungen dürfen Sie nur mit Zustimmung des Patienten nachträglich einstellen, eine Pflicht dazu besteht nicht.

Hinweis: Hat ein Patient der ePA insgesamt widersprochen, kann er die Einrichtung einer neuen ePA bei seiner Krankenkasse verlangen. Bereits gelöschte Inhalte der vorherigen Akte werden dadurch allerdings nicht wiederhergestellt.

Das RED Muster für den ePA‑Widerspruch

Die Entscheidung Ihres Patienten, der Befüllung der ePA zu widersprechen, sollten Sie möglichst eindeutig und nachvollziehbar festhalten. Deshalb haben wir bei RED ein kostenloses Muster für den ePA-Widerspruch in der Psychotherapie vorbereitet. Die PDF-Vorlage enthält alle relevanten Informationen – und kann bequem in der digitalen Patientenakte Ihrer Praxissoftware abgelegt werden.

ePA-Widerspruch
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Schon gewusst? In unserer kostenlosen PDF-Sammlung finden Sie weitere Vorlagen, die Ihnen den Praxisalltag erleichtern.

Wichtig: Das Muster ist für den Widerspruch gegen das Einstellen psychotherapeutischer Dokumente durch die behandelnde Praxis gedacht. Möchte ein Patient hingegen seiner gesamten ePA widersprechen oder einer bestimmten Einrichtung den Zugriff entziehen, muss dies über die dafür vorgesehenen Wege bei Krankenkasse, Ombudsstelle oder ePA-App erfolgen.

Optimal mit der ePA arbeiten

Die ePA bringt einen zusätzlichen digitalen Prozess in Psychotherapiepraxen. Ob daraus im Alltag ein komplizierter Zusatzaufwand oder ein weitgehend reibungsloser Ablauf mit echtem Mehrwert entsteht, hängt auch von Ihrer technischen Ausstattung ab.

Zum entscheidenden Bindeglied wird dabei die Praxissoftware.

Hier protokollieren Sie Ihre eigene Behandlungsdokumentation, verwalten Patientendaten und befüllen zugleich die ePA Ihrer Patienten. Eine gute Praxissoftware sorgt dafür, dass diese Arbeitsschritte möglichst eng miteinander verzahnt sind – damit Informationen nicht umständlich zwischen verschiedenen Systemen übertragen werden müssen und die Arbeit mit der ePA möglichst selbstverständlich in Ihre bestehenden Abläufe integriert wird.

Wir bei RED haben ein Praxisverwaltungssystem entwickelt, das genau das ermöglicht: RED medical.

Praxisgründung in der Psychotherapie: Das Bild zeigt einen Computerbildschirm, ein Smartphone und ein Tablet. Auf den Geräten sind jeweils unterschiedliche Anwendungen der RED medical Praxissoftware geöffnet.

Der ePA-Alltag mit RED medical

Bei RED medical ist die ePA direkt in Ihre Praxissoftware integriert – und zwar im persönlichen Patientenprofil. Möchten Sie also ein Dokument aus Ihrer eigenen Dokumentation in die ePA einstellen, wählen Sie im Patientenprofil einfach den Reiter “ePA” aus, klicken auf “Dokument hochladen” und erhalten eine bereits kategorisierte Übersicht an Dokumenten, die sich noch nicht in der ePA des Patienten befinden. Mit nur wenigen Klicks können Sie die relevanten Dokumente auswählen, per Vorschau-Ansicht noch einmal prüfen und anschließend in die ePA übertragen.
ePA-Dokumente können Sie innerhalb von RED medical einsehen, nach Dokumentart oder Zeitraum filtern und zunächst in einer Vorschau prüfen. Behandlungsrelevante Unterlagen lassen sich anschließend mit wenigen Klicks direkt in das Patientenprofil von RED medical übernehmen. Dort stehen sie Ihnen gemeinsam mit Ihrer eigenen Dokumentation direkt zur Verfügung. So wird die ePA nicht zu einem zusätzlichen Inselsystem, sondern zu einem integrierten Bestandteil Ihrer täglichen Arbeit mit RED medical.
Ob ePA-Widerspruch, Schweigepflichtsentbindung, Therapievertrag, Anamnesebogen oder Gutachter-Bericht: In RED medical fließen alle Behandlungsdokumente an einem zentralen digitalen Ort zusammen – und sind dort dem jeweiligen Patienten eindeutig zugeordnet. So haben Sie alle relevanten Unterlagen im Fall der Fälle sofort zur Hand.

Weitere Vorteile von RED medical

  • Vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Patientendaten
  • Automatische, fortlaufende Datensicherungen
  • Revisionssichere Praxisverwaltung
  • Datenverarbeitung in deutschem Rechenzentrum
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • 100 % DSGVO-konform
  • Optimale Protokollierung Ihrer Behandlungen
    • Vorgefertigte Textbausteine
    • Integrierte Spracherkennung
    • Dokumentation via Tablet & Stift
    • Einfügbare Bilder & Dokumente
  • Leicht verständliches Patientenprofil
    • Übersichtliche Struktur
    • Klares Farbleitsystem
    • Protokolle, Notizen, Formulare & Diagnosen auf einen Blick
  • Intelligente Diagnose- & Leistungserfassung
    • Suchfunktion bei Diagnose-Kodierung
    • Effizientes Arbeiten dank Dauerdiagnosen
    • Leistungsziffer-Ketten zur Vermeidung zeitintensiver Einzeleingaben
  • Einfache, schnelle Abrechnung mit Ihrer KV
  • Effiziente Abrechnung mit Privatpatienten
  • Einfache Rechnungsstellung an Selbstzahler
  • Frei gestaltbares, individuelles Rechnungsdesign
  • Abrechnung via Verrechnungsstellen möglich
  • Intelligenter Terminkalender (inkl. automatischer Verknüpfung zum Patientenprofil)
  • Klar strukturierte Patientenübersicht
  • Integrierte Warteliste & frei definierbare Patientengruppen
  • Umfangreiche Reports, Leistungsberichte und Statistiken
  • Zugriff auf marktführende Videosprechstunde RED connect
  • Kein separates Video-Tool notwendig (großes Sparpotenzial)
  • Videotermine direkt mit der Patientenakte und dem Terminkalender verknüpft
  • RED als zentraler Ansprechpartner für PVS und Videotherapie
  • Kein Server in Ihrer Praxis notwendig
  • Wartungen, Datensicherungen und Updates laufen automatisch
  • IT in Händen von Experten (inkl. 24/7-Monitoring)
  • Mehr Zeit für Ihre Patienten
  • Fachlich geschulte Mitarbeiter
  • Kommunikation auf Augenhöhe
  • Schnelle Reaktionszeiten
  • Sehr hohe Erreichbarkeit (auch samstags)
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Alle notwendigen eHealth-Funktionen integriert
  • ePA, KIM, VSDM – alles direkt nutzbar
  • Keine Kürzung der Pauschale zu befürchten
  • Niedrige monatliche Gebühren
  • Keine Kosten für einen eigenen Server
  • Keine teuren Technikereinsätze vor Ort
  • Updates, Wartungen, Datensicherungen und 24/7-Monitoring im Preis enthalten
  • Keine Mindestvertragslaufzeit und kurze Kündigungsfrist
Annika Götz ist Director Sales & Key Account Management bei RED und berät Psychotherapeuten zur Praxissoftware RED medical.

Die ePA in RED medical

Unsere zertifiziert sichere Praxissoftware erleichtert den Arbeitsalltag vieler Psychotherapeuten – sei es bei der Dokumentation, der Abrechnung oder der ePA-Befüllung. Buchen Sie noch heute einen Termin und lernen Sie RED medical in einer kostenlosen, unverbindlichen Demo kennen.

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Hinweis: RED haftet nicht für die bereitgestellten Inhalte und deren Vollständigkeit. Die Nutzung der Vorlage für den ePA-Widerspruch erfolgt auf eigene Verantwortung.

Porträtfoto von Lukas Praller – Experte für Digitalisierung in der ambulanten Gesundheitsversorgung
Porträtfoto von Lukas Praller – Experte für Digitalisierung in der ambulanten Gesundheitsversorgung

Über den Autor

Lukas Praller schreibt für RED über digitale Prozesse in psychotherapeutischen Praxen. Zu seinem Fachbereich gehört u. a. das Thema Dokumentation – von der Erstellung allgemeiner Informationsmaterialien bis hin zur spezifischen Ausarbeitung detaillierter Formulare und Protokollvorlagen.