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Immer mehr Psychotherapeuten möchten in ihrer Praxis mit Apple-Geräten arbeiten – etwa, um Sitzungen direkt am iPad zu dokumentieren. Aber sind iMac, MacBook und iPad wirklich für die Therapie geeignet? Welche Vorteile und welche Herausforderungen bringt Apple-Hardware mit sich? Und wie können Apple-Geräte sinnvoll im Praxisalltag eingesetzt werden?

In diesem Artikel klären wir, worauf es bei der Nutzung von iMac, MacBook und iPad in der Psychotherapie ankommt. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen eine Praxissoftware, mit der Psychotherapeuten optimal auf allen Apple-Geräten arbeiten können.

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Die Rolle der Praxissoftware in der Psychotherapie

Als digitales Herzstück einer psychotherapeutischen Praxis übernimmt die Praxissoftware – häufig auch als Praxisverwaltungssystem (PVS) bezeichnet – eine zentrale Rolle im Arbeitsalltag. Das System bündelt organisatorische, dokumentarische und buchhalterische Prozesse und schafft damit die Grundlage für einen strukturierten, effizienten Praxisbetrieb.

Um ein tieferes Verständnis für die Materie zu bekommen, greifen wir in den folgenden Absätzen einige allgemeine Praxissoftware-Aspekte auf, ehe wir im nächsten Schritt das Thema “Praxissoftware bei Apple-Geräten” genauer beleuchten.

Funktionen von Psychotherapie-Software

Im Kern lassen sich die Anforderungen an eine leistungsfähige Praxissoftware – ob auf Apple, Windows oder Linux – in vier zentrale Funktionsbereiche gliedern:

Eine Praxissoftware bildet die organisatorische Grundlage für den psychotherapeutischen Praxisalltag. Hierfür sind insbesondere folgende Funktionen wichtig: 

  • eine übersichtliche Terminverwaltung
  • eine integrierte Wartelistenfunktion
  • eine Übersicht zu Stundengrenzen, Leistungsmengen und Budgets 

Mit einer modernen Praxissoftware gelingt es, alle organisatorischen Abläufe klar zu bündeln und manuelle Koordinationsarbeit zu reduzieren. Gerade in psychotherapeutischen Praxen, in denen Termine langfristig geplant und zuverlässig eingehalten werden müssen, ist eine stabile und transparente Praxisorganisation ausschlaggebend für einen reibungslosen Betrieb.

Neben der eigentlichen therapeutischen Arbeit fallen in psychotherapeutischen Praxen zahlreiche administrative Aufgaben an. Dazu gehören zum Beispiel … 

  • die Einrichtung und Pflege von digitalen Patientenakten 
  • die Verwaltung von Therapieanträgen, Behandlungsverträgen und Bewilligungen
  • die Ablage eigener Aufzeichnungen und Dokumente (z. B. psychologische Tests oder Bilanzberichte).

Moderne Praxissoftware unterstützt diese Prozesse beispielsweise durch einen klaren Aufbau, eindeutige Statusanzeigen, intelligente Suchfunktionen und zentrale Ablagestrukturen (z. B. in Form einer übersichtlichen Patientenakte).

Die Dokumentation therapeutischer Leistungen ist der absolute Kernbestandteil jeder Praxissoftware. Folgende Informationen müssen Psychotherapeuten im PVS hinterlegen: 

  • Allgemeine Daten zum Patienten 
  • Anamnesen 
  • Diagnosen und Indikationen
  • Therapieprognosen & Sitzungsverlauf 
  • Untersuchungen & psychologische Tests
  • Befunde & Berichte
  • Aufklärungen & Patienteneinwilligungen

Eine gute Praxissoftware ermöglicht es, diese Informationen strukturiert, nachvollziehbar und revisionssicher zu erfassen. Gleichzeitig sollte die Dokumentation den Arbeitsfluss unterstützen und nicht ausbremsen – etwa durch klare Strukturen, flexible Eingabe- und Uploadmöglichkeiten oder eine automatische Befüllung von PTV-Formularfeldern.

Ob Selbstzahler, Privatpatient oder gesetzlich Versicherter: Bei der Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen gelten zahlreiche Regelungen hinsichtlich Inhalt und Form. Dementsprechend müssen Psychotherapeuten einige Aspekte beachten, um ihre Vergütung in voller Höhe zu erhalten. 

  • Viele Praxissoftware-Systeme unterstützen bei der KV-Abrechnung zum Beispiel durch automatisierte Fehlerprüfungen und geben hilfreiche Warnungen aus, falls Unstimmigkeiten vorliegen. Auf diesem Wege können Praxen noch Korrekturen vornehmen, bevor die Abrechnungsdatei bei der Kassenärztlichen Vereinigung eingeht. Das vermeidet Rückfragen und Honorarkürzungen.
  • Auch bei der Privatabrechnung sollte die Praxissoftware zahlreiche Funktionen vorweisen können. Hierzu zählen beispielsweise die Erstellung und Prüfung von Rechnungen, die automatische Befüllung von abrechnungsrelevanten Inhalten und die Integration einer Rechnungsübersicht, in der alle Zahlungseingänge aufgelistet sind. Praktisch sind zudem individuell gestaltbare Rechnungen, etwa mit angepasstem Layout oder ergänzenden Angaben, die den professionellen Außenauftritt der Praxis unterstützen. 

Eine intelligente Praxissoftware entlastet Psychotherapeuten während des gesamten Abrechnungsprozesses – von der Erfassung der erbrachten Leistungen bis hin zur Übermittlung an die Kostenträger.

Betriebssysteme für Psychotherapie-Software

Wer sich mit Praxissoftware beschäftigt, stößt früher oder später auf eine grundlegende technische Frage: Auf welchem Betriebssystem lässt sich das PVS überhaupt nutzen? Zum besseren Überblick stellen wir Ihnen im nächsten Abschnitt die drei gängigsten Betriebssysteme in Psychotherapie-Praxen vor.

macOS ist das Betriebssystem für Apple-Computer wie MacBook und iMac, iOS ist das Betriebssystem für mobile Endgeräte wie das iPhone oder das iPad. In Psychotherapie-Praxen werden Apple-native Betriebssysteme immer beliebter. Folgende Aspekte sind zu beachten:

  • Benutzererfahrung: macOS gilt als besonders stabil und intuitiv. Die nahtlose Verzahnung von allen Geräten und Diensten ermöglicht einen mobilen Praxisalltag, etwa bei Hausbesuchen.
  • Langlebigkeit & Sicherheit: Apple-Hardware ist zwar in der Anschaffung teurer, besitzt aber eine hohe Lebensdauer und erzielt einen sehr guten Wiederverkaufswert. Zudem verfügen alle Apple-Betriebssysteme (macOS, iOS) über ein hohes Sicherheitsniveau.
  • Kaum Kompatibilität: Nicht jedes PVS läuft nativ auf dem iMac oder dem MacBook. Wer Wert auf das Apple-Ökosystem legt, sollte gezielt nach Software suchen, die explizit für macOS bzw. iOS entwickelt wurde, um technische Probleme zu vermeiden.

Eine genauere Auflistung aller Vor- und Nachteile von Apple-Hardware in Psychotherapiepraxen finden Sie hier.

Windows ist im Gesundheitswesen nach wie vor das am weitesten verbreitete Betriebssystem. Folgende Aspekte sind dabei zu beachten: 

  • Kompatibilität: Fast jede Praxissoftware ist primär für Windows optimiert. Bei der Installation neuer Geräte (Kartenterminals, Drucker etc.) oder der Kommunikation mit der Telematikinfrastruktur (TI) gibt es somit kaum technische Hürden.
  • Vielseitigkeit: Praxen haben eine große Auswahl an Herstellern, deren Hardware auf einem Windows-Betriebssystem basiert. IT-Investitionen lassen sich dadurch punktgenau auf das Praxisbudget und individuelle Arbeitsabläufe abstimmen.
  • Wartungsintensiv: Updates, Wartungen, Datensicherungen und Virenschutz müssen zuverlässig organisiert werden – entweder durch die Praxis selbst oder durch einen IT-Dienstleister.

Linux spielt in psychotherapeutischen Praxen als klassisches Arbeitsplatz-Betriebssystem eher eine untergeordnete Rolle. Folgende Aspekte sind zu beachten: 

  • Sicherheit: Linux-Systeme sind bekannt für ihre hohe Stabilität. Aufgrund der Systemarchitektur, der Rechteverwaltung und der zahlreichen individuellen Anpassungsmöglichkeiten gilt Linux zudem als sehr sicher.
  • Nachhaltigkeit & Kosten: Linux läuft oft auch auf älterer Hardware noch sehr flüssig und schnell. Zudem ist das Betriebssystem kostenlos. Das macht Linux insgesamt zu einer preiseffizienten Lösung.
  • Wenig Auswahl & Komplexität: Die Auswahl an nativ installierbarer Praxissoftware ist sehr gering. Zudem erfordert die IT-Einrichtung oft tiefergehende technische Kenntnisse.

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Apple-Praxissoftware in der Psychotherapie

Apple wird oft als Synonym für intuitives Arbeiten verwendet. Die Hardware gilt als langlebig, leistungsstark und energieeffizient – besonders im Vergleich zu herkömmlichen Windows-Systemen, denen oft Komplexität und abfallende Leistung nachgesagt wird. Kein Wunder also, dass auch immer mehr psychotherapeutische Praxen ihren Alltag mit Mac, iPad & Co. bestreiten wollen.

In den folgenden Absätzen erklären wir, auf welche unterschiedlichen Arten Sie Apple-Praxissoftware nutzen können. Darüber hinaus stellen wir die Vor- und Nachteile von Praxissoftware auf Apple-Geräten gegenüber und beantworten die häufigsten Fragen von Psychotherapeuten zum Thema.

Praxissoftware auf Apple-Geräten – drei Optionen

Damit Psychotherapie-Praxissoftware auf Apple-Hardware zuverlässig funktioniert, haben sich in der Praxis drei technische Ansätze etabliert. Welche Variante geeignet ist, hängt vor allem davon ab, ob die Software … 

  • nativ für macOS bzw. iOS verfügbar ist (siehe Möglichkeit 1)
  • ausschließlich für Windows entwickelt wurde (siehe Möglichkeit 2)
  • als Cloud-Anwendung vollständig im Browser läuft (siehe Möglichkeit 3)
Bei nativer (also speziell für Apple entwickelter) macOS- bzw. iOS-Software wird die Praxissoftware direkt auf dem iMac, MacBook, iPad oder iPhone installiert. Das sorgt für eine stimmige Bedienung, weil die Oberfläche, die Systemlogik und die Tastenkürzel an macOS bzw. iOS angepasst sind.

Gleichzeitig geht mit diesem Ansatz ein großes Maß an Flexibilität verloren, weil Psychotherapeuten durch die lokale Installation an die verwendete Hardware – und künftig an Apple – gebunden sind.

Sollte die Wunsch-Praxissoftware nur für Windows verfügbar sein, gibt es auch in diesem Fall Möglichkeiten, wie Psychotherapeuten via iMac bzw. MacBook darauf zugreifen können. Das Stichwort lautet: Windows-Emulation.

Dieses technologische Verfahren ist allerdings für Laien nicht ohne Weiteres möglich und erfordert viel technisches Verständnis oder die Hilfe von IT-Spezialisten. Aufgrund möglicher Performance-Probleme, Update-Fehler und unklarer Support-Zuständigkeiten raten viele Experten von einer Emulation ab.

Cloudbasierte Praxissoftware wird nicht auf einem Gerät installiert, sondern läuft – wie der Name schon verrät – in der Cloud. Das bedeutet: Die Praxissoftware wird über einen zentralen Server des Softwareherstellers betrieben und Psychotherapeuten greifen mittels einer gesicherten Internet-Verbindung darauf zu. 

Damit sind cloudbasierte Systeme geräteunabhängig nutzbar. Ob Mac oder Windows-Rechner, ob Laptop oder Tablet: Solange die Praxis über eine stabile Internetverbindung verfügt, ist jederzeit ein Zugriff auf die Praxissoftware möglich.

Fazit: Falls Ihre Praxis mit Apple-Geräten arbeitet oder Sie auf Apple-Geräte umstellen wollen, kann der Einsatz einer cloudbasierten Praxissoftware von großem Vorteil sein. Denn: Sie sind nicht an einen bestimmten Praxis-PC gebunden, können flexibel von überall aus arbeiten – und reduzieren Ihren eigenen IT-Aufwand massiv.

Praxissoftware auf Apple-Geräten – Vor- & Nachteile

Obwohl Windows im medizinischen Bereich nach wie vor dominiert, entscheiden sich immer mehr Psychotherapeuten bewusst für das Apple-Ökosystem. Die Entscheidung pro iMac, MacBook, iPad & Co. ist dabei oft mehr als eine rein ästhetische Wahl – sie ist der Wunsch nach einem digitalen Arbeitswerkzeug, das sich nahtlos in den Alltag integriert und durch Zuverlässigkeit überzeugt. 

Doch kann Apple-Praxissoftware dieser Anspruchshaltung wirklich gerecht werden? Nachfolgend stellen wir die Vor- und Nachteile detailliert gegenüber.

  • Hohe Systemstabilität: Da Apple sowohl die Hardware als auch die Software (macOS/iOS) selbst entwickelt, sind beide Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt. Apple-Produkte sind demnach deutlich weniger anfällig für Systemabstürze – ein entscheidender Faktor für einen reibungslosen Betriebsalltag in der Praxis.
  • Geringer Wartungsaufwand: System-Updates laufen bei Apple meist im Hintergrund und das Betriebssystem benötigt kaum manuelle Optimierungen oder tiefgreifende IT-Kenntnisse. Dies reduziert den administrativen IT-Stress in Ihrer Praxis erheblich und spart wertvolle Zeit, die Psychotherapeuten stattdessen ihren Patienten widmen können.
  • Intuitive Bedienbarkeit: Die Benutzeroberfläche bei Apple-Produkten gilt als besonders nutzerfreundlich und konsistent. Dies verkürzt die Einarbeitungszeit für das Praxispersonal und ermöglicht ein flüssiges Arbeiten ohne technische Hürden.
  • Nahtloses Ökosystem: Die Verzahnung zwischen den Geräten ist ein Alleinstellungsmerkmal bei Apple. Psychotherapeuten können beispielsweise eine Anamnese auf dem iPad beginnen und die Sitzung nahtlos am Mac zu Ende dokumentieren.
  • Integrierte Sicherheit: Apple-Geräte verfügen über starke Datenverschlüsselung und sind statistisch gesehen deutlich seltener das Ziel von Malware. Dies zahlt direkt auf die hohen Datenschutzanforderungen in der Psychotherapie ein.
  • Langlebigkeit: Apple-Hardware ist zwar in der Anschaffung teurer, hält aber erfahrungsgemäß länger und erzielt am Ende der Nutzungszeit deutlich höhere Preise auf dem Gebrauchtmarkt als Standard-PCs.
  • Eingeschränkte Software-Auswahl: Viele etablierte Praxisverwaltungssysteme sind „Windows-only“. Wer auf Apple setzt, ist entweder auf cloudbasierte Lösungen angewiesen oder muss gezielt nach den wenigen Anbietern suchen, die eine native Mac-Software entwickeln.
  • Höhere Anschaffungskosten: Die initiale Investition für einen iMac, ein MacBook oder ein iPad liegt meist über der eines vergleichbaren Windows-Laptops. Auch das offizielle Zubehör (Adapter, Tastaturen, Maus) ist preislich im höheren Segment angesiedelt.

Fazit: Apple-Geräte sind die ideale Wahl für Psychotherapeuten, die Wert auf Stabilität, Komfort, intuitive Bedienung und Sicherheit legen. Wer jedoch maximale Hardware-Flexibilität zum kleinsten Preis sucht oder auf eine ganz bestimmte Windows-Praxissoftware angewiesen ist, fährt mit dem klassischen PC-System oft besser.

Häufige Fragen von Psychotherapeuten zu Apple-Geräten

Ob MacBook, iMac oder iPad: Der Einsatz von Apple-Geräten wirft in psychotherapeutischen Praxen häufig ganz praktische Fragen auf. Welche Praxissoftware läuft auf welchen Geräten? Ist ein iPad für die Dokumentation geeignet? Und worauf sollte man achten, wenn die Praxis vollständig oder teilweise mit Apple-Hardware ausgestattet werden soll? Die folgende FAQ-Sektion gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Punkte.

Für Apple-Geräte eignen sich vor allem zwei Arten von Praxissoftware:

  • Native Apple-Software: Hierbei handelt es sich um Praxissoftware, die explizit für den iMac, MacBook und iPad programmiert wurde. Diese Lösungen nutzen die Hardware-Leistung optimal aus und bieten das echte Apple-Gefühl.
  • Cloud-Software: Cloudbasierte Praxissoftware läuft einfach über eine gesicherte Internetverbindung. Da der Browser auf dem Mac genauso funktioniert wie auf Windows, sind diese Systeme uneingeschränkt „Apple-tauglich“.

Technisch ist das über sogenannte Virtualisierungslösungen möglich – IT-Experten raten davon allerdings ab. Denn solche Hybridlösungen sind häufig weniger stabil, erfordern eine Menge technisches Know-how und führen zu viel Mehraufwand (z. B. durch parallele Updates von Mac, Virtualisierungssoftware und Praxissoftware).

Das größte Manko: Bei Problemen ist im Zweifel die Virtualisierung schuld – und der Support des PVS-Anbieters nicht zuständig.

Tipp: Wenn Sie langfristig auf Apple setzen, ist ein Wechsel zu einer nativen oder cloudbasierten Praxissoftware die stressfreiere Wahl.

Nicht automatisch. Zwar entwickelt Apple sowohl die Hardware als auch das Betriebssystem selbst, wodurch es kaum Treiber-Konflikte gibt; allerdings erhalten auch iOS bzw. macOS regelmäßige Systemupdates, die mit der eingesetzten Praxissoftware kompatibel sein müssen. Vor größeren Updates sollte also weiterhin geprüft werden, ob diese vom Anbieter freigegeben sind. Bei lokal installierten Systemen bleibt die Update-Verantwortung somit bestehen. 

Cloud-Praxissoftware schafft hier hingegen echte Entlastung, weil Updates zentral getestet und automatisch eingespielt werden. Psychotherapeuten greifen somit stets auf die aktuelle Version der Praxissoftware zu, ohne selbst Installationen durchführen zu müssen.

Apple-Geräte verfügen dank zahlreicher integrierter Schutzmaßnahmen über einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Dennoch hängt die tatsächliche IT-Sicherheit nicht allein vom Betriebssystem ab, sondern von der gesamten Systemarchitektur. Auch auf MacBook, iMac oder iPad müssen Updates zeitnah installiert, starke Passwörter verwendet und Zugriffsrechte sauber geregelt werden. Zudem ist der Einsatz einer geeigneten Praxis-Firewall absolut Pflicht – besonders im sensiblen Bereich der Psychotherapie.

Für Praxen ist deshalb weniger die Frage entscheidend, ob Apple grundsätzlich sicherer ist als Windows. Wichtiger ist, ob die gesamte IT-Umgebung professionell abgesichert ist.

Hinweis: Bei lokal installierten Software-Lösungen bleibt die Praxis für Datensicherungen, Serverbetrieb und Systempflege verantwortlich – und zwar ganz unabhängig davon, ob macOS bzw. iOS oder Windows verwendet wird. Cloudbasierte Software-Systeme verlagern diese Verantwortung hingegen in zertifizierte Rechenzentren des Anbieters, sodass sich Praxen stärker auf die organisatorische Sicherheit (wie z. B. Passwortschutz und Zugriffsrechte) konzentrieren können.

Das hängt von der Art des eingesetzten PVS ab. Wird die Praxissoftware lokal auf dem Endgerät installiert, ist mobiles Arbeiten oftmals nicht ohne Weiteres möglich – schließlich werden sensible Patientendaten im Gesundheitswesen nicht (wie sonst üblich) über iCloud oder vergleichbare Dienste zwischen MacBook, iPad und Praxisrechner ausgetauscht. Stattdessen liegen die Daten in der Regel auf einem lokalen Praxisserver, der den Datenstrom zwischen den Geräten vor Ort synchronisiert. Außerhalb der Praxisräume ist der Zugriff aber nur über zusätzliche technische Lösungen möglich, etwa per Fernzugriff oder VPN. Das kann funktionieren, erhöht aber den Einrichtungs- und Wartungsaufwand.

Cloudbasierte Praxissoftware ermöglicht hingegen den Zugriff ganz unabhängig vom Standort.

Da das System zentral in einem Rechenzentrum betrieben wird, können Psychotherapeuten von MacBook, iPad oder anderen Geräten sicher auf die Praxisdaten zugreifen – auch außerhalb der Praxisräume. Dazu reicht eine einfache Internetverbindung.

Der Umstieg von Windows auf macOS bzw. iOS ist technisch machbar – er sollte jedoch strukturiert geplant werden. Ein Wechsel beginnt in der Regel mit einer genauen Prüfung der bestehenden Praxissoftware und der Arbeitsabläufe. Hierbei sollte zunächst geklärt werden, ob die bisherige Software direkt auf macOS bzw. iOS nutzbar ist oder ob ein Wechsel auf ein Apple-kompatibles beziehungsweise browserbasiertes System sinnvoller ist. Anschließend geht es um die Datenübernahme, die Einrichtung der neuen Geräte, die Prüfung von Druckern und Kartenterminals sowie die Anpassung interner Prozesse.

Es ist wichtig, den Wechsel nicht nur als reinen Gerätetausch zu betrachten, sondern als technische Umstellung des gesamten Praxis-Workflows.

Vor dem Wechsel sollten die folgenden Punkte geklärt werden:

Praxissoftware

  • Was ist die technische Basis der aktuellen Praxissoftware (Lokal installiertes PVS / Cloud-PVS)?
  • Soll das Praxisverwaltungssystem gewechselt werden oder ist ein Weiterbetrieb der aktuellen Praxissoftware auf einem Apple-System möglich?

Falls ein Wechsel der Praxissoftware erfolgen soll, werden folgende Fragen wichtig: 

  • Welche Prozesse müssen in der Praxis angepasst werden?
  • Gibt es Übergangsphasen oder einen Parallelbetrieb?
  • Können alle Daten exportiert und in das neue System importiert werden?

Zusatzprogramme

  • Gibt es zusätzliche Programme, die auf Windows basieren (z. B. KIM-Client, Videosprechstunden-Tool oder sonstige Drittsysteme)?
  • Wie sieht die Alternative zu diesen Systemen in einer Mac-zentrierten Praxis aus?

Geräte

  • Welche Geräte sind aktuell in der Praxis angebunden (Kartenleser, Drucker, Scanner, Signaturpads)?
  • Sind diese Geräte mit Apple und der neuen Praxissoftware kompatibel?
  • Müssen neue Geräte angeschafft oder Workflows verändert werden?
Ob Apple-Geräte oder Windows-Rechner besser zur eigenen Praxis passen, hängt von den individuellen Anforderungen ab.

  • Windows-Systeme sind preiswert und werden von zahlreichen klassischen Praxissoftware-Systemen nativ unterstützt, wodurch es kaum Kompatibilitätsprobleme gibt. Außerdem können Praxen aus einem großen Pool an Herstellern wählen, deren Hardware auf einem Windows-Betriebssystem basiert. Dadurch lassen sich IT-Investitionen optimal auf das Praxisbudget abstimmen.
  • Apple-Systeme (macOS / iOS) überzeugen viele Psychotherapeuten durch eine intuitive Bedienung, den geringen Wartungsaufwand, die integrierten Sicherheitsmechanismen, die hochwertige und langlebige Hardware sowie flexible Einsatzmöglichkeiten.

Fazit: Im Alltag ist die Frage nach Windows oder Apple bzw. macOS / iOS vor allem eine Frage der persönlichen Präferenz

Sprich: Wer im Alltag möglichst intuitiv arbeiten will, wenig IT-Aufwand haben möchte und kein Problem mit höheren Kosten oder weniger Software-Auswahl hat, sollte sich für Mac, iPad & Co. entscheiden. Wer in Sachen Hardware hingegen lieber eine breite Hersteller-Auswahl haben will und dafür komplexere Technik gerne in Kauf nimmt, sollte lieber auf ein konventionelles Windows-System setzen.

Tipp: Für Praxen, die flexibel mit iMac, MacBook und iPad arbeiten möchten, aber in Zukunft nicht zu stark vom Apple-Ökosystem abhängig sein wollen, ist eine betriebssystemunabhängige Cloud-Praxissoftware besonders interessant.

Grundsätzlich arbeiten iPad, MacBook und iMac sehr gut zusammen.

Im Gesundheitswesen gilt jedoch: Das nahtlose Zusammenspiel der Geräte hängt nicht allein von Apple ab, sondern vor allem von der technischen Architektur des PVS. Sensible Praxis- und Patientendaten dürfen aus Datenschutzgründen nämlich nicht einfach per iCloud zwischen iPad, MacBook und iMac synchronisiert werden.

Entscheidend ist deshalb, ob die Praxissoftware selbst den sicheren Zugriff von verschiedenen Geräten ermöglicht.

Bei lokal installierter Praxissoftware ist das Zusammenspiel zwischen den Apple-Geräten (iPad, iMac, MacBook etc.) auf den Gebrauch innerhalb der Praxisräume ausgelegt. Mobiles Arbeiten bzw. Homeoffice ist hingegen meist nur eingeschränkt oder über zusätzliche technische Lösungen möglich, da die Daten auf einem Server vor Ort in der Praxis liegen.

Bei cloudbasierter Praxissoftware ist der Wechsel zwischen iMac, MacBook und iPad deutlich einfacher. Da die Daten zentral in einem professionellen Rechenzentrum verarbeitet werden, können berechtigte Nutzer über verschiedene Geräte – und an verschiedenen Orten – auf denselben aktuellen Datenstand zugreifen. So können Sie beispielsweise am iPad dokumentieren und später am Mac weiterarbeiten.

Fazit: Welche Praxissoftware passt wirklich zu Apple-Hardware?

Apple steht für intuitives Arbeiten, Stabilität und ein nahtloses Zusammenspiel aller Hard- und Softwarekomponenten. Doch die Verwendung eines iMac, MacBook oder iPad bedeutet nicht, dass sich der Arbeitsalltag automatisch verbessert.

Entscheidend ist nicht nur die Hardware, sondern auch das Zusammenspiel mit der Praxissoftware! Denn: Damit das Potenzial der Apple-Geräte im Praxisalltag voll ausgeschöpft werden kann, ist ein dazu passendes PVS absolut essentiell.

Hierbei bietet sich insbesondere cloudbasierte Praxissoftware an – denn im Gegensatz zu lokal installierten “Apple-Only”-Praxisverwaltungssystemen verfügen Cloud-Systeme über folgende Vorteile:

Sie können ortsunabhängig auf allen Ihren Apple-Geräten arbeiten.
👉🏻 
Bei lokal installierter Software ist dies nicht ohne Weiteres möglich.

Sie benötigen keinen teuren Praxis-Server in den eigenen Räumlichkeiten.
👉🏻 
Dadurch vermeiden Sie zusätzlichen Hardware-Kosten.

Sie haben keinen manuellen Aufwand für Updates und Datensicherungen.
👉🏻 
Alles läuft automatisch im Hintergrund. 

RED medical – die cloudbasierte Psychotherapie-Software für iMac, MacBook und iPad

Ob Laptop, Tablet, Smartphone oder PC: Die eigens für Psychotherapeuten konzipierte Praxissoftware RED medical ist auf allen Endgeräten nutzbar.

RED medical ist ein cloudbasiertes Praxis-System, das speziell für die Anforderungen der Psychotherapie entwickelt wurde. Es zeichnet sich durch zahlreiche Psychotherapie-spezifische Funktionen aus (Dokumentation, Abrechnung, Videotherapie, Testverfahren etc.) und verfügt über ein modernes, klar strukturiertes Design, das sich ideal in den Apple-Kosmos einfügt. 

Dank des einfachen Zugriffs über das Internet müssen Sie nichts installieren und auch nie wieder Updates durchführen, sondern greifen jederzeit und von überall aus auf Ihre digitalen Praxisdaten zu – ob mit iMac, MacBook oder iPad.

RED medical auf einen Blick:

Neben den oben genannten Vorteilen profitieren Sie mit unserer Praxissoftware RED medical auch von folgenden Aspekten:

  • Unkomplizierte Quartals-Abrechnung mit Ihrer KV
  • Effiziente Abrechnung mit Privatpatienten
  • Einfache Rechnungsstellung bei Selbstzahlern
  • Individuelles, frei gestaltbares Rechnungsdesign
  • Abrechnung via Verrechnungsstellen möglich
  • Optimale Protokollierung Ihrer Behandlungen
    • Vorgefertigte Textbausteine
    • Integrierte Spracherkennung
    • Dokumentation via Tablet & Stift
    • Einfügbare Bilder & Dokumente
  • Leicht verständliche Patientenakte
    • Übersichtliche Struktur
    • Klares Farbleitsystem
    • Protokolle, Notizen, Formulare & Diagnosen auf einen Blick
    • Einfügbare Bilder & Dokumente
  • Intelligente Diagnose- & Leistungserfassung
    • Unterstützung bei Diagnose-Kodierung
    • Effizientes Arbeiten dank Dauerdiagnosen
    • Leistungsziffer-Ketten, um zeitintensive Einzel-Eingaben zu vermeiden
  • Intelligenter Terminkalender (inkl. Serientermin-Funktion)
  • Automatische Verknüpfung zwischen Kalender und Patientenakte
  • Integrierte Warteliste
  • Übersicht „Laufende Psychotherapie“ (Patient, Geburtsdatum, Bewilligung, Status, Einheiten)
  • Reports, Leistungsberichte und Statistiken
  • Marktführende Videosprechstunde RED connect in RED medical integriert
  • Kein separates Video-Tool notwendig (großes Sparpotenzial)
  • Videotermine direkt mit der Patientenakte und dem Terminkalender verknüpft
  • RED als zentraler Ansprechpartner für Praxisverwaltung und Videotherapie
  • Vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Patientendaten
  • Automatische Datensicherungen
  • Revisionssichere Praxisverwaltung
  • Daten werden in deutschem Rechenzentrum gespeichert
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Fachlich geschulte Mitarbeiter
  • Kommunikation auf Augenhöhe
  • Schnelle Reaktionszeiten
  • Sehr hohe Erreichbarkeit (auch samstags)
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Online-Hilfe & Notfall-Kontaktformular
  • Alle notwendigen eHealth-Funktionen integriert
  • ePA, KIM, VSDM – alles direkt nutzbar
  • Die KV zahlt Ihre TI-Erstattung in voller Höhe aus
  • Keine Kürzung der Pauschale zu befürchten
  • Niedrige monatliche Gebühren
  • Sie benötigen keinen teuren Server
  • Keine kostspieligen Vor-Ort-Technikereinsätze mehr
  • Im Preis inklusive: Updates, Wartungen, Datensicherungen & 24/7-Monitoring
  • Keine Mindestvertragslaufzeit und kurze Kündigungsfrist
Annika Götz ist Vertriebsleiterin bei RED und berät Psychotherapeuten zur RED medical Praxissoftware.

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Über den Autor

Lukas Praller ist PR- und Marketing Manager bei RED. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema “Cloud-Software im Gesundheitswesen” – und wie Heilberufler das passende Praxisverwaltungssystem (PVS) auswählen.