Inhaltsverzeichnis
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Die Dokumentation ist fester Bestandteil psychotherapeutischer Arbeit – und sorgt dennoch immer wieder für Unsicherheit. Das gilt insbesondere für den psychopathologischen Befund, mit dem Therapeuten den aktuellen psychischen Zustand eines Patienten strukturiert erfassen. Insbesondere Berufsanfänger stellen sich hierbei viele Fragen: Was muss ich bei einem psychopathologischen Befund konkret beachten? Wann muss ich ihn erstellen? Welche Symptome sollten untersucht werden? Und wie lässt sich der Befund fachlich präzise formulieren, ohne die Dokumentation unnötig zu verkomplizieren?
Diese und weitere Fragen beantworten wir im folgenden Artikel. Hierfür beleuchten wir zunächst die allgemeinen Grundlagen der psychotherapeutischen Dokumentation und gehen anschließend auf die Bedeutung, den Aufbau und die Erstellung des psychopathologischen Befundes ein.
Dokumentation in der Psychotherapie
Bevor wir den psychopathologischen Befund im Detail beleuchten, lohnt sich ein Blick auf die psychotherapeutische Dokumentation als solche. Denn Psychotherapeuten sind gesetzlich dazu verpflichtet, alle relevanten Informationen einer Behandlung – inklusive des psychopathologischen Befundes – in einer Patientenakte festzuhalten.
Doch warum müssen Psychotherapeuten überhaupt dokumentieren? Welche konkreten Informationen müssen sie erfassen? Und welche gesetzlichen Anforderungen gelten für die Form der Dokumentation? Diese und weitere Fragen beantworten wir in den folgenden Abschnitten.
Der psychopathologische Befund
Nachdem wir uns im ersten Teil mit den allgemeinen Grundlagen der psychotherapeutischen Dokumentation beschäftigt haben, folgt nun der Blick auf den psychopathologischen Befund im Speziellen. Die folgenden Abschnitte zeigen, wozu er dient, wann er fällig wird und wie er inhaltlich aufgebaut ist.
Der psychopathologische Befund – Leitfaden
Der psychopathologische Befund muss fachlich fundiert sein, darf aber gleichzeitig nicht unnötig kompliziert werden. Um Sie bestmöglich im Praxisalltag zu unterstützen, stellen wir Ihnen nachfolgend einen übersichtlichen Leitfaden zur Verfügung, der auf den etablierten Merkmalsbereichen des AMDP-Systems basiert – und den Sie während der diagnostischen Gespräche jederzeit zur Orientierung nutzen können.
Kommunikation und Auftreten
- Erscheinung
Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes - Kommunikationsverhalten
Analyse zu Sprachfluss, Sprachverständlichkeit und möglichen Sprachstörungen sowie Beobachtung der Interaktionsbereitschaft
Grundlegende psychische Funktionen
- Bewusstsein
Einschätzung des Bewusstseins-Status (z. B. wach, schläfrig, soporös) - Orientierung
Prüfung der Orientierung bzgl. Zeit, Ort, Situation und eigener Person - Konzentration und Gedächtnis
Einschätzung der Fähigkeit, fokussiert zu sein und Informationen zu behalten - Auffassung
Beurteilung der Fähigkeit, Informationen zu verstehen und Zusammenhänge herzustellen - Formales Denken
Beobachtung von Denktempo, Denkkohärenz sowie Denkhemmungen - Psychomotorik
Analyse der Bewegungsabläufe, psychomotorischer Unruhe oder Hemmungen
Vitalität und Affektivität
- Psychovegetativum
Analyse vegetativer Aspekte (Hunger, Schlaf, Libido) - Vitalität
Analyse von Grundstimmung, Antrieb und Freudempfinden - Affekte und Impulse
Beurteilung der Stimmungslabilität und der emotionalen Reaktivität
Pathologische Interpretationen, Konditionierungen und Handlungen
- Wahrnehmung
Erfassung von Halluzinationen, Illusionen oder anderen Wahrnehmungsstörungen - Inhaltliches Denken
Überprüfung auf mögliche wahnhafte Denkstörungen - Ich-Störungen
Untersuchung auf Symptome wie Derealisation und Depersonalisation - Abhängigkeitserzeugendes Verhalten
Erhebung zum Konsum psychoaktiver Substanzen und zu nicht substanzgebundenen, abhängigkeitserzeugenden Handlungen (sog. Verhaltenssüchte) - Ängste
Untersuchung auf allgemeine Ängste, Panikattacken oder spezifische Phobien - Zwänge
Dokumentation von Zwangsgedanken, Zwangshandlungen und deren Häufigkeit - Selbstbewertung
Analyse des Selbstwerts - Krankheitseinstellung
Einsicht in die Erkrankung und Akzeptanz von Hilfe und Therapie - Eigengefährdung
Erfassung von Suizidgedanken, -plänen, -versuchen - Fremdgefährdung
Hinweise auf aggressive Handlungen oder Gedanken gegen andere
Optimal dokumentieren – so geht’s
Ob psychopathologischer Befund, Anamnesebogen, Sitzungsprotokoll oder Bericht an den Gutachter: Im Praxisalltag erstellen und verwalten Psychotherapeuten eine ganze Reihe sensibler Unterlagen zu jedem Patienten. Viele verwenden hierfür noch immer einen Mix aus Papierakten, eigenen Ordnerstrukturen und selbsterstellten Word-Dokumenten. Das kostet Zeit und macht es schwieriger, frühere Befunde, Sitzungsprotokolle oder Anamnesebögen im Vorfeld einer Therapiesitzung griffbereit zu haben.
Genau hier setzt unsere All-in-One-Praxissoftware RED medical an.

Alle Dokumente an einem Ort – mit RED medical
RED medical ist die Software, in der all diese Dokumente zusammenfließen. Der große Vorteil: Statt über verschiedene Ordner, Programme und Ablagen verstreut zu sein, werden die Dokumente zentral zusammengeführt und bleiben dabei innerhalb von RED medical eindeutig dem jeweiligen Patienten zugeordnet.
Über intelligente Such- und Filterfunktionen finden Sie relevante Einträge in Sekundenschnelle wieder – etwa den letzten psychopathologischen Befund oder das Sitzungsprotokoll des vergangenen Termins.
Und: Besonders wichtige Dokumente können Sie mit RED medical oben an die digitale Patientenakte heften, damit Sie die Unterlagen beim nächsten Termin sofort zur Hand haben.
Besser dokumentieren – mit RED medical
Mit RED medical wird aber nicht nur die Patienten- und Praxisverwaltung einfacher, sondern auch das Dokumentieren an sich:
Weitere Vorteile von RED medical
Neben den oben genannten Vorteilen bei der Dokumentation profitieren Sie mit RED medical auch von folgenden Aspekten:
Hinweis: RED haftet nicht für die bereitgestellten Inhalte und deren Vollständigkeit. Die Nutzung der psychopathologischen Befund-Vorlage erfolgt auf eigene Verantwortung.


Über den Autor
Lukas Praller schreibt für RED über digitale Prozesse in psychotherapeutischen Praxen. Zu seinem Fachbereich gehört u. a. das Thema Dokumentation – von der Erstellung allgemeiner Informationsmaterialien bis hin zur spezifischen Ausarbeitung detaillierter Formulare und Protokollvorlagen.

